Pfarrkirche St. Johannes der Täufer

Geschichte der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer

Im Stiftsarchiv St. Gallen befinden sich Dokumente, welche bereits 1095 von einer dem heiligen Johannes der Täufer geweihten Kirche in Hagenwil zeugen. Sie wurde wahrscheinlich von den „Herren von Hagenwil“ erbaut. Aus dem frühen Mittelalter ist leider fast nichts bekannt.

Glaubens-Wechsel

1529 wurde der Kanton Thurgau und somit auch die Bevölkerung Hagenwils reformiert. Der zu dieser Zeit praktizierende Pfarrer weigerte sich jedoch, den neuen Glauben anzunehmen und wurde seines Amtes entzogen. Da es jedoch zu wenige evangelische Priester gab kam nur gelegentlich einer aus Bischofszell nach Hagenwil, um Messe zu halten. So wurden bereits sieben Jahre später wieder katholische Messen abgehalten. Immer mehr Bewohner wechselten wieder zum „alten Glauben“ und 1563 wurde Hagenwil wieder katholisch.

Über die Kantonsgrenze hinaus

Ende des 18. Jahrhunderts erbaute das Nachbardorf Muolen, das ennet der Kantonsgrenze in St. Gallen liegt, eine eigene Kapelle. 1818 spaltete sich Muolen von der Kirchgemeinde Hagenwil ab. So kommt es, dass von den etwa 360 zur Pfarrei Hagenwil gehörenden Seelen ca. 1/3 im Kanton St. Gallen wohnt.

Deckenbild Pfarrkirche

kath-hagenwil-logo

Ecce agnus dei – Sehet, das Lamm Gottes

Das Logo der Kirchgemeinde Hagenwil ist, wie auch das Wappen von Hagenwil, gold und schwarz sowie den Kirchenfarben gelb und weiss. „Ecce agnus dei“ bezieht sich auf unseren Kirchenpatron, Johannes den Täufer, der diesen Schriftzug auf der Kreuzfahne zeigt.

Johannes Kreuzbanner

Kirchturm

Der Kirchturm der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer ist viele Meter hoch.
Die fünf Glocken sind folgendermassen gestimmt: f` as` b` c` des“

Glockengiesser:

Glocke 1 f`-8 Giesser Rosenlächer Konstanz Johann Leonhard 1787

Glocke 2 as`-6 Herrmann Rüetschi AG Aarau 1976

Glocke 3 b`-7 Emil Eschmann Rickenbach(TG) b. Wil (SG) 1962

Glocke 4 c“ -7 Emil Eschmann Rickenbach(TG) b. Wil (SG) 1962
Glocke 5 des“ -4 Niclaus Oberacker in Konstanz 1510

Hier kann das Glockengeläut in einem Video von „Willisauer Glockenfreund“ gehört werden.
Im Video sind ausserdem viele schöne Bilder der Kirche und der Glocken zu sehen.

Pfarrkirche St. Johannes

Reliquie

1691 wurden die Gebeine des heiligen Benedikts, eines Märtyrers,
aus dem Cameterium Ponziani in Rom gehoben.

Fast siebzig Jahre später, 1770, wurden die Reliquien nach Hagenwil
transportiert, wo sie noch heute liegen.

Reliquie des Benediktus